Regeländerung
ab dem 22.02.2009:
Torwart
(TW) aus dem Torraum bei Gegenstoß
a)
TW bewegt sich in
Richtung Gegenstoß laufender Spieler
>> kommt es zum Zusammenstoß =
Disqualifikation
+ 7m
Begründung:
nur der herauseilende und auf den Gegner zulaufende TW kann diese gefährliche
Kontaktsituation hervorrufen oder vermeiden. Der Gegner, der in Erwartung des
Balles nach hinten blicken muss, hat keine Chance auszuweichen oder das überhaupt
zu erkennen!
b) TW steht vor dem Zusammenstoß mit
dem Gegenstoß laufenden Spieler (in der Erwartung d. Balles)
>> rennt der Angreifer gegen den so stehenden TW, kann nur auf
Stürmerfoul
entschieden werden, auch wenn es zur Verletzung eines / beider Spieler kommt.
Der TW muss einschätzen können,
welche Gewichte aufeinander treffen.
Ergänzung:
c)
Vergehen durch Abwehrspieler:
nicht ausgeschlossen, eher selten, z.B. Hineinlaufen eines Wechselspielers (z.B.
Strafzeit beendet) von der Bank.
>> Kommt es zum Zusammenstoß
von Gegenstoßspieler + Abwehrspieler, wäre ein solcher Zusammenstoß wie
beim TW zu sehen (vgl.
a/b).
Regelbezug: 8.5d; 16.6b; 14.1a
DHB-Auslegung:
04.02.2009
gez. Peter Rauchfuß
gez. Hans Thomas
DHB-SR-Wart
DHB-SR-Lehrwart
Übernahme
der DHB-Auslegung für den HV-Saar : 22.02.2009
gez.
Ernst-Christoph Kesselring
gez. Ortwin Gilcher
HV-Saar
– Schiedsrichterwart
HV-Saar - Schiedsrichterlehrwart
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Wesentliche
Regeländerungen ab 01.08.2005
>>
auch als PDF-Datei zum Download verfügbar !!
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- Direkt
auszuführender Freiwurf nach
Spielende:
-
Nur die angreifende Mannschaft darf einen Spieler einwechseln
-
Die abwehrende Mannschaft darf nicht mehr auswechseln
-
Die Mitspieler des Werfers müssen 3 m Abstand zur Werfer einhalten
(keine Rudelbildung mehr am Freiwurfpunkt)
- Bei
7 m Entscheidungen muss die Spielzeit nicht
mehr angehalten werden. Nur bei Werfer- bzw. Torwartwechsel sollte Time Out
gegeben werden.
- Unterbricht
der Zeitnehmer das Spiel, muss er auch die Uhr sofort anhalten. Alle
nachfolgenden Aktionen mit Ausnahme von Strafen sind ungültig.
- Der
Mannschaftsverantwortliche hat mehr Pflichten. Er
ist dafür zuständig, dass sich in seinem Auswechselbereich nur die im
Spielprotokoll eingetragenen Personen aufhalten. Bei Fehler wird er
dafür eine Strafe (ab Verwarnung) bekommen.
- Bei
Verletzungsunterbrechung dürfen maximal zwei Sportkameraden der betroffenen
Mannschaft (im Spielprotokoll eingetragene Spieler oder Offizielle) den
Verletzten behandeln. Sollte einer von ihnen stattdessen auf dem Spielfeld
Anweisungen an seine Spieler geben oder sich mit dem SR oder Gegenspielern
beschäftigen, wird er zukünftig bestraft (ab Verwarnung).
- Bei
Kreiseintritt durch einen Ballbesitzer gibt es nun Abwurf durch den Torwart.
- Anlauf
außerhalb des Spielfeldes ist untersagt. Der fehlbare Spieler wird einmal
korrigiert, im Wiederholungsfall gibt es Freiwurf für den Gegner.
- Wenn
ein Spieler, der sich im Sprung in der Luft völlig schutzlos befindet,
durch eine Abwehraktion gefährdet wird, kann ein solch „kleines, harmlos
aussehende“ Foul weit reichende Verletzungsauswirkungen haben, die zu
schwerwiegenden Verletzungen führen können. Dies soll künftig von den
Schiedsrichtern besonders berücksichtigt werden und der fehlbare Spieler
ist zu disqualifizieren.
- Schnelle
Mitte: Der Anspieler muss mit dem Ball auf der Mittellinie stehen.
Ein Laufen oder Rennen ist nicht gestattet.
- Geht
der Ball an die Decke oder einen Gegenstand über dem Spielfeld gibt es nun Einwurf,
statt bisher Freiwurf.
- Alle
Würfe, die ohne Anpfiff falsch
ausgeführt werden, müssen
korrigiert und dann angepfiffen werden. Wird dann ein Fehler gemacht, gibt
es normalerweise Freiwurf für den Gegner. Sollte der Ball allerdings bei
einem nicht angepfiffenen Wurf vor dem SR-Korrektur-Pfiff unmittelbar in den
Händen des Gegners landen, geht das Spiel weiter (Vorteil).
- Manchmal
wird ein Schiedsrichter vor dem Spiel von einem Sportkameraden, der noch
nicht im Spielbericht eingetragen ist, unsportlich oder schlimmer angemacht.
Bisher hatte der Schiedsrichter keine Handhabe, wenn dieser Spieler später
nachgetragen wurde. Jetzt kann er ihn auch später, sobald er nachgetragen
wird, entsprechend bestrafen.
- Die
Person „Spielführer/Kapitän“ wurde abgeschafft, da er nur eine Aufgabe
hatte: Die Wahl/das Losen vor Spielbeginn. Jetzt kann diese Formalia vor dem
Spiel von einem Offiziellen oder einem anderen teilnahmeberechtigten Spieler
wahrgenommen werden. Die Kenntlichmachung mittels „Tape oder Armbinde“
entfällt somit.
- In
der letzten Spielminute wird bei knappen Spielständen manchmal der Torwart
zugunsten eines 7.Feldspielers herausgenommen, das Tor steht z.B. also
manchmal leer. Nach einem Tor versucht die gegnerische Mannschaft aus diesem
Grund schnell zum Anwurf zu kommen, während die Mannschaft ohne etatmäßigen
Torwart diesen schnellen Anwurf „mit allen Mitteln“ grob verhindern will
oder verhindert. Die darauf folgende Disqualifikation im „Erfolgsfalle“
kann zukünftig mit einer Spielsperre versehen werden.
- Pfiff
aus den Zuschauerreihen: Leider hat diese Unsportlichkeit in den letzten
Jahren zugenommen. Sollte durch einen solchen Pfiff ein Spieler, der sich
mit Ball völlig frei vor dem Torwart befindet, den Wurf abbrechen, werden
die Schiedsrichter auf 7 m für ihn entscheiden müssen. Außer Ärger
bringt das also nie etwas. Gleiches gilt, wenn in einem solchen Moment z.B.
das Licht ausfällt.
- Passiv
– eine sehr schwierige Regel ? In den letzten Jahren hat es folgende
Neuerungen gegeben:
-
Wenn eine Mannschaft ohne Druck auf das gegnerische Tor spielt, wird das
Warnzeichen gegeben. Begeht in dieser Phase die abwehrende Mannschaft ein Foul,
das mit einer Strafe (ab Verwarnung) geahndet wird, so ist das Passiv-Phase
aufgehoben. Sie kann also erneut das Spiel ruhig (ohne Passiv-Warnzeichen)
aufbauen.
-
Ebenso beginnt ein neuer Angriff ohne Passiv-Warnzeichen, wenn zuvor die
angreifende Mannschaft einen Torwurf ausgeführt hat und
der Ball von Torwart oder Pfosten/Latte zur angreifenden Mannschaft zurückprallt.
-
Gelegentlich kommt es vor, dass Spieler z.B. in Unterzahl „Zeit
schinden“ wollen, indem sie nach einem erhaltenen Freiwurf bewusst einen
falschen Ausführungsort wählen, den der Schiedsrichter dann korrigieren muss.
Künftig wird in solch krassen Fällen sofort mit dem dann erfolgenden
Freiwurfanpfiff das Warnzeichen gezeigt. Die Schiedsrichter sind entsprechend
geschult.
-
Wird nach einem Torerfolg trotz Aufforderung durch den SR der Ball nur
sehr zögernd zum Mittelpunkt gebracht, wird der Schiedsrichter mit dem Anpfiff
das Warnzeichen „Passiv“ zeigen. Diese Regelung hat sich schon bewährt.
-
Nach dem Anzeigen des Passiv-Warnzeichens hat die betroffene Mannschaft
ca. 5 Sekunden Zeit, um eine Temposteigerung zu erzielen bzw. eine erkennbare
Angriffsaktion zu beginnen. Erst danach, also mehr oder weniger lange nach
diesen 5 Sekunden, kann auf Passiv entschieden werden.
- Es
gibt Offizielle/Trainer, die während des Spiels den eigenen Auswechselraum
verlassen und sich unter die Zuschauer mischen. Von dort wird dann illegaler
weise gecoacht und mitunter verbal unqualifiziert gegen die Schiedsrichter
agiert. Diese Kameraden unterstehen nach wie vor der Straffähigkeit durch
die Schiedsrichter.
- Dass
nun bis zur Basis mit 14 Spielern gespielt werden kann, ist ebenso neu. Nach
wie vor können die Landesverbände in manchen Jugendklassen abweichende
Zahlenregelungen treffen.
Hans
Thomas
DHB
– SR – Lehrwart
Info
für die Mannschaftsverantwortlichen:
Die
Torwarte einer Mannschaft müssen die gleiche Trikotfarbe benutzen, die sich von
den Farben aller anderen Spieler (Heim/Gegner) deutlich unterscheiden muss.
Gleiches
betrifft auch die Farbe des Überziehhemdchens, wenn der Torwart zu Gunsten
eines 7.Feldspielers gewechselt wird (also TW-Rot, Überziehhemdchen Rot).
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